"kommst du, gehen wir saufen!?!"
fragt der alte mann mich unvermittelt, ich bin gerade im bahnhofsviertel angekommen.
besser als das obligatorische: "steine, steine" allemal, aber
"kennen wir uns?" frage ich, vorsichtig unverschämt, direkt.
weisst du nicht? gestern abend in der kneipe....
das klopfen der kümmerlinge sind die salutschüsse auf der beerdigung meiner selbstachtung, der schnupftabak treibt mir die tränen in die augen. mein duell mit dem novo-line spielautomaten, habe ich heute bei einem unentschieden belassen, er hat gegeben, ich habe gegeben, wir sind quitt. zwei gäste würden bereits wahlweise in, oder vor der gaststätte vermöbelt. der eine, tat mir leid, war offensichtlich obdachloser alkoholiker, oder jemand der es gerade geschafft hat, ohne nocheinmal einen zahnarzt zu konsultieren, aus der irrenanstalt abzuhauen. oder beides. befor es ihn erwischt hatte glänzte er durch eine besonders devote art sich biere zu erschnorren, bei mir war er erfolgreich.
der andere, ein altbekannter versager der sich an deutschtümelei und bierkrug festkrallt, ihn, hat es ganz zurecht erwischt, habe am tresen sitzend, genüsslich, aus dem fenster geschaut, als sie ihm eine nach der anderen reingezimmert haben. wie schön wenn andere die drecksarbeit übernehmen. wobei ich durchaus auch gerne mitgemischt hätte.
wir bekommen ein bier auf's haus. anderorts vielleicht nichts ungewöhnliches, doch hier, ein statussymbol, was sich weder mit kokain, noch gold aufwiegen lässt.
langsam wird es bitter, es ist noch nichteinmal wochenende. und das "warten auf die erste bahn", welche auf dem hinweg zur gaststätte bereits wieder ihren betrieb aufgenommen hatte. wird vom diletantischen selbstbetrug zur totalverarsche. der mann neben uns, der seit unserem eintritt in diese illustere gesellschaft innig, mit der zum inventar gehörenden, freundin einer zubereitung aus Kokainsalz und Natriumhydrogencarbonat schmust. und auch arm in arm geht, hat einen migrationshintergrund, und offensichtlich amuröse gefühle. freundschaft, wird hier in barer münze, oder wenigstens freigetränken gemessen...
nur zu dumm, das er mich gerade fragte ob wir nicht saufen gehen wollen, er zeigt mir noch seinen bibliotheksausweis der uni, und erzählt mir, ungefragt, denn ich bin in eile, das er ein großer verehrer thomas manns, sowie goethe sei. er habe einen scheissjob, aber sei sehr belesen. grass, mag er allerdings nicht. er sucht gerade einen verleger..
bitte was?
einen verleger, auf die frage was er denn so schreiben würde, antwortet er umständlich, es ginge um den sinn des lebens.
Sonntag, November 30, 2008
Mittwoch, November 26, 2008
Sie lieben Pornos? Wir auch.

Monstertruck gucken
Basher ist vermutlich so Groß wie ein T-Rex, hat kleintransportergroße Räder und häßliche Airbrushflammen auf der Karosserie. Wenn er kommt tost die Arena. Ein paarhundert Menschen die sich diesen unfairen Kampf ansehen wollen. Wie ein hungriger Dämon bewegt er sich zunächst in Schritttempo, dann immer schneller werdend aus einem dunklen Loch in der Arenaecke. Ziellos dreht er zunächst ein paar Runden, um das Publikum sein Potenzial erahnen zu lassen. Die Zuschauer verhalten sich stark angetan, bis das wütende Ding kurz zum erliegen kommt. Kurz tritt Ruhe ein. Kümmerlich liegen die letzten überbleibsel von Amerikanischen mittelklasse Kombis in der Mitte der Arena. Traurig zusammen gesackt unter der Last von einer weiteren Lage Autoleichen. Etwas weiter entfernt stehen circa 7 noch nicht ganz durchgefickte Wohnwagenanhänger, die so aussehen, als ob sie einen langen Dienst, für die Bewohner, hinter sich gebracht hätten. Ein unwürdiger Abgang wird ihnen bevor stehen. Im Publikum sitzen überwiegend Männliche Zuschauer mit dicken Bäuchen. Auch Frauen sind vertreten. Frauen die Windbrakerjacken anhaben und Capies auf denen amerikanisch Flaggen abgebieldet sind. Sie sehen genauso aus wie die Männer. Alles schreit wahrlos herum. Es geht los. Schnaubend nimmt der Riese, den wesentlich kleiner wirkenden Wagen, die letzte Hoffnung. Er macht eine Kurve halblinks und bewegt sich wie im Wahn auf die Sprungsituation vor den Wohnwagen zu. Ein knappes Tosen, und es zerbersten sechs von sieben Wohnwagenanhängern. Den letzten durchschlägt dieses unbarmherzige Wesen einfach frontal. Kollektive Orgasmusstimmung macht sich breit.
Er kommt zum Stillstand, der Fahrer steigt aus dem Führerhäuschen, klettert auf den Wagen und reckt in triumphaler Geste seine Faust gen Himmel.
Es ist vollbracht.
Schicht im Schacht.
Krach gemacht.
Porno gucken
Eine scheinbar große Villa. Ein Sofa. Im Hintergrund Treppen. Marmorboden.
Zwei Frauen, die eine Brünett, die andere Blond. Hohe Plateuaxschuhe mit transparenten Absätzen.
Kurze Röcke. Ein nicht all zugroßer Mann, dafür aber mit vielen Muskeln, betritt den Raum. Erstaunt bis angeturnt schauen die Frauen ihn an. Beide beginnen sich an den Geschlechtsteilen herum zuspielen. Er steigt ein.
Es folgen dreißig Minuten abwertendes Gerammel von Seiten den Mannes und untergebenes sich-ficken-lassen der Frauen. Orgasmusstimmung. Der Mann kommt zum Stillstand und reckt ein letztes Mal in triumphaler Geste sein Geschlechtsteil in Richtung, der „Two Babes“, welche inzwischen schminkeverschmierte Gesichter haben.
Macht.
Vollbracht.
Vollgemacht.
Gute nacht.
Das hat´s gebracht.
Anhang:
OpenOfficeWriter´s romantische Vorschläge zur Korrigierung des Wortes Orgasmusstimmung:
Urlaubsstimmung
Vorausbestimmung
Frühlingsstimmung
Hochzeitsstimmung
Dienstag, November 25, 2008
Existenzialismus in vier Schritten
Du bist in einem weit entfernten Land als „Backpacker“ unterwegs.
Dir wird dein Rucksack mit vielen wichtigen Sachen geklaut.
Zwei Tage später gehst du dich im Meer baden weil du dich schmutzig fühlst...
und kommst danach zu dem Platz an dem deine Sachen gelegen haben.
Dir wird dein Rucksack mit vielen wichtigen Sachen geklaut.
Zwei Tage später gehst du dich im Meer baden weil du dich schmutzig fühlst...
und kommst danach zu dem Platz an dem deine Sachen gelegen haben.
Mittwoch, November 19, 2008
Montag, November 17, 2008
schauspiel
vielen dank! dankeschön!langsam wird es mir peinlich, habe den profiflaschensammler, der auf seinem fahrradgepäckträger einen halbleeren getränkekasten mit kofferraumgurten arretiert hat, nur darauf hingewiesen, das er die leere bierflasche unserer vorgänger doch gerne mitnehmen kann.
die vorstellung ist zu ende, die tore spucken einen 500 stück zählenden haufen menschenmüll aus. vorallem päärchen, es ist samstag abend, viele wollen ihrer liebsten wohl nen schönen abend bereiten, oder den hof machen, oder kehren, im falle das sie in letzter zeit scheisse gebaut haben. ich war bis jetzt nur mit der schule oder unter der woche im theater, samstag abende startet man meiner meinung nach zuhause, auf öffentlichen plätzen oder, falls man das geld dazu hat, in einer bar, aber auf jeden fall mit viel getränken.
der penner, welcher eben noch so agil mit einer dose ültjes erdnüsschen und ner flasche bier neben uns saß, befindet sich nun direkt neben dem ausgang des hochsubventionierten, abendprogramms und schaut, so zusammengekauert wie er da mit einem becher in der hand sitzt, ganz danach aus, als währe er von einer wölfin in der sibirischen steppe geboren worden, und gerade auf allen vieren nach frankfurt gelaufen, nicht ohne unterwegs mehrfach misshandelt und vergewaltigt zu werden. zielgruppenorientiertes marketing.
diejenigen, welche sich gerade noch bei 5 euro brezeln in der pause einen darauf heruntergeholt haben wie toll das bühnenbild gestaltet ist, so modern, und gar nicht langweiliger als fernsehen, nur halt n bischen teurer, haben ihr niveau an der gaderobe liegenlassen und begehren nun einlass in einer zu klein geratenen großraumdiscothek, mit dem profil: "house & partyclassics". vor einer stunde trugen die "dj's" ihre cd koffer rein und wurden von den, in h&m anzüge gepressen schränken,mit kantenhaarschnitt, ausserst freundschaftlich, aber nicht frenetisch begrüsst.
auf dem roten sandsteinfenstersims liegt ein faustgroßer haufen rotgeld, und ein condom mit erdbeergeschmack. soeben machte sich eine nutte auf dem klo zurecht, ihre cola trinkt sie nur bis zur hälfte. die automatencasinos sind etnisch streng segregiert wie eine amerikanische schule vor rosa parks. die meisten spielen 2 automaten gleichzeitig, mache auch drei. doch nirgends befindet sich ein freier platz der ein bisschen klimper-klimper spass ermöglichen würde. so behält jeder seine 50 cent und unsere wege trennen sich.
als die straßenbahn, zur station einbiegt, sehe ich vor meiner notfallkneipe, einen barfuß, auf der straße stehenden mann in roten boxershorts und einem tiefdekolltierten fein-rippshirt rauchen, es ist verdammt kalt. kurz überlege ich mir ob ich mir seine geschichte anhören möchte, doch warscheinlich kenne ich sie schon. so trete ich lieber direkt meinen heimweg an
die vorstellung ist zu ende, die tore spucken einen 500 stück zählenden haufen menschenmüll aus. vorallem päärchen, es ist samstag abend, viele wollen ihrer liebsten wohl nen schönen abend bereiten, oder den hof machen, oder kehren, im falle das sie in letzter zeit scheisse gebaut haben. ich war bis jetzt nur mit der schule oder unter der woche im theater, samstag abende startet man meiner meinung nach zuhause, auf öffentlichen plätzen oder, falls man das geld dazu hat, in einer bar, aber auf jeden fall mit viel getränken.
der penner, welcher eben noch so agil mit einer dose ültjes erdnüsschen und ner flasche bier neben uns saß, befindet sich nun direkt neben dem ausgang des hochsubventionierten, abendprogramms und schaut, so zusammengekauert wie er da mit einem becher in der hand sitzt, ganz danach aus, als währe er von einer wölfin in der sibirischen steppe geboren worden, und gerade auf allen vieren nach frankfurt gelaufen, nicht ohne unterwegs mehrfach misshandelt und vergewaltigt zu werden. zielgruppenorientiertes marketing.
diejenigen, welche sich gerade noch bei 5 euro brezeln in der pause einen darauf heruntergeholt haben wie toll das bühnenbild gestaltet ist, so modern, und gar nicht langweiliger als fernsehen, nur halt n bischen teurer, haben ihr niveau an der gaderobe liegenlassen und begehren nun einlass in einer zu klein geratenen großraumdiscothek, mit dem profil: "house & partyclassics". vor einer stunde trugen die "dj's" ihre cd koffer rein und wurden von den, in h&m anzüge gepressen schränken,mit kantenhaarschnitt, ausserst freundschaftlich, aber nicht frenetisch begrüsst.
auf dem roten sandsteinfenstersims liegt ein faustgroßer haufen rotgeld, und ein condom mit erdbeergeschmack. soeben machte sich eine nutte auf dem klo zurecht, ihre cola trinkt sie nur bis zur hälfte. die automatencasinos sind etnisch streng segregiert wie eine amerikanische schule vor rosa parks. die meisten spielen 2 automaten gleichzeitig, mache auch drei. doch nirgends befindet sich ein freier platz der ein bisschen klimper-klimper spass ermöglichen würde. so behält jeder seine 50 cent und unsere wege trennen sich.
als die straßenbahn, zur station einbiegt, sehe ich vor meiner notfallkneipe, einen barfuß, auf der straße stehenden mann in roten boxershorts und einem tiefdekolltierten fein-rippshirt rauchen, es ist verdammt kalt. kurz überlege ich mir ob ich mir seine geschichte anhören möchte, doch warscheinlich kenne ich sie schon. so trete ich lieber direkt meinen heimweg an
Montag, November 10, 2008
Extrarunde

Thats it
du wolltest es doch
niedergeschmettert im z8immer hängn
morgen hab ich nen wichtigen termin
den soll ich nicht veseumen
ess ist wichtig für mich
verstehst du das nicht
kopf nach links an den oberarm
kopf auf den tisch
lass mich in ruhe
du hast genug von mir
kopfm nach links an den tisch
rauschen von dem verfickten computer
tastaurn verschwimt
kopf
mein kopf
der verfickte kof er brummt
nein verdammte scheise dioeses ding
summt
es summt wie ein ding
dass irggendwas am laufen hält
ich ficksiere einen punkt an und sd
das bild läuft weiter
es läuft weiter
weiter und weiter
Dreammmachine
kurz fiksiern
aber es gethj weiter
du hastz mich ausgetikst
eine stunde schon vorbey
und ich sitz immmer noich hier
Du Drecksschwein stehst hämisch lachend iwe eine Ziege hinter mir
und schaust mir zu wie ich zergehe
an dem Lebenstiel an den du mich gewöhnt hast
Gib mir nen tritt
damit ich diesmal weinigsten ins Bett falle zum schlafn
Anhang:
Aufstehen
Duschen
Aspirin aus der 100er Packung; 98 mal kann ich die Signalkette
meines Körpers noch stören
Metallica auf voller Lautstärke
Glas wasser
5 Stunden Seminar
That it is
Mittwoch, November 05, 2008
Dienstag, November 04, 2008
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