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Samstag, August 29, 2009

Jack Sax



Girlfriend Mode: Close Tab
Easy Mode: YouJack
Pro Mode: Air Sax
Slacker Mode: min.4:22

Donnerstag, August 27, 2009

Rachel Cain

Samstag, August 22, 2009

Zug 884

Mir läuft die nase wie schwein. Permanentes auf toilette rennen. Vor mir Papiertaschentücher zerknüllt auf dem Tisch, eins davon steckt in meiner Nase. Das scheiß rechte Auge tränt ununterbrochen. Bohrender Kopfschmerz. Ich halte, ohne zu lesen, ein Buch mit angedeuteter dreier Fick Stellung auf dem cover, in der Hand. Neben mir auf dem Platz Tabletten gegen alles. Ich bilde mir ein, dass meine Sonnenbrille gegen irgendeins der oben genannten Symptome hilft. Zusammengekauert hänge ich in der Ecke eines Zugabteils. Es traut sich nun eine Happyfamilie mit drei Kindern in Bayern München Trikots in meinen Zwinger. Ich habe doch meine riesentasche demonstrativ über zweieinhalb Plätze gestellt und ich habe doch den ganzen Tisch mit Dingen dekoriert, meine Schuhe liegen mitten im Abteil...war das nicht genug.
Tasche, Tisch, Nasenpfropf, Pornobuch, Sonnenbrille, Tabletten, Schuhe. Kann mir diese Unordnung nicht wenigstens eine Happyfamilie fernhalten, die in den Schwarzwald fährt. Was sind denn das für Eltern? Die Mutter und die Kinder spielen ununterbrochen SchnikSchnakSchnuk. Der Vater redet Bundesligamüll mit einem der Jungs. Ich traue mich kaum mein Buch zu heben. Ich nehme die Brille ab und ziehe mir den Tempopropf aus der Nase. Alles nützt nichts. Ich sietze da und sterbe langsam weg im Schatten dieser Waschmittelwerbefamilie. Normal sein geht jetzt nicht mehr, ich kann nicht mehr Normal sein. Alles was ich tue wirkt roboterhaft. Ich traue mich nicht mehr auf Toilette weil das komisch wirken könnte, abgesehen davon könnte ich stolpern und das wäre doppelt komisch. Ich sitze da, montiert in diese Szene. Bis die einwandfrei Idylle verschwindet werde ich steif dasitzen und krampfhaft versuchen das Buch Wort für Wort zu lesen, im zweifelsfalle jedes Wort nocheinmal zu lesen, da ich ja lese. Ich schaue aus dem Fenster und gucke mir die repetive Landschaft an. Sie ist Schön. Ich will am Computer arbeiten, tue es aber nicht da ich den Bengeln kein Fressen anbieten möchte, mich mit beknackten Kinderfragen zu attackieren, denn die (wilde Kerle)Bande starrt schon die ganze Zeit auf meinen Computer. Ehe ich dann zu tode gelangweilt, vor Paranoidität implodiere, erlöst mich die furchtbar ätzende Lautsprecherstimme. Sie sagt, dass ich nach Lichtjahren Geisterfahrt durch die Hölle endlich aussteigen darf.

Donnerstag, August 20, 2009

glück

Trailer: STROBO from Deef Pirmasens on Vimeo.

http://www.gefuehlskonserve.de/
im september bei:
http://www.satt.org/sukultur

hätte gerne ein rezensionsexemplar

via: timon.tumblr.com

Freitag, August 14, 2009

TRAXX -NEUES ALBUM + MIX [UPDATED!]

01 Traxx - "Train (intro)"
02 Romanthony - "House of the Hymn" - (Black Male)
03 Marcus Mixx - "Do U Love Me?" - (Missing Dog)
04 Theo Parrish - Unreleased
05 Orgue Electronique - "Rootbound" - (Crème Organization)
06 Saturn V - "Locomotion" - (Nation)
07 Traxx - Violet Epoch - (Nation)
08 Colonel Abrams - "Sweet Love" - (Smack)
09 X2 - "Modern" (Unreleased) - (Nation CDR)
10 New World Aquarium - Unreleased
11 Throbbing Gristle - "Hot on The Heels of Love (Ratcliff Remix)" - (Mute)
12 2 AM/FM - "Sensational Rythym" - (Spectral Sound)
13 Traxx - "Introspective" - (Nation)

http://www.xlr8r.com/podcast/2009/07/traxx-entrance-alter

via xl8r , resident advisor

album snippet: http://www.jak-nation.com/

PS:

Ränkman House Set: http://lnk.ms/1WtSx
Cassy at the Villa, Oslo: http://www.megaupload.com/?d=k2wuoevr
MotorcityDrumEnsemble Set: http://www.sundaybestnyc.com/2009/08/mcde-live-from-sunday-best.html
Legowelt Set: http://hugomontenegro.wordpress.com/2009/08/14/legowelt-live-analogical-force-07/
Falko Broksieper Set: http://fairtilizer.com/tracks/48368/download (via mnml ssgs)

Samstag, August 08, 2009

Beurteilen sie mich nicht nach dem Äußeren

[Hangeschriebener Zettel, am Römer auf dem Boden liegend gefunden]

Deutscher Bürger mit Militärsatelit verstümmelt!
SEIN NAME: Frank-Heinz Miesenbach: Gewissensversuche!
Kein LSD! Lüge! grob! LSD bewirkt haargenau das Gegenteil!
Jegliche (unleserlich) wird bestialisch gemieden!
Beurteilen sie mich nicht nach dem Äußeren. Überprüfen
sie einfach was ich sage, und sie sehen selbst.

Informieren sie eine AUSLÄNDISCHE Zeitung.
DAFÜR GIBT'S EINEN GRUND!

Die für die Sateliten zuständige, die eigentlich die Chefin ist dieser High Tech Anlage wurde verhaftet da sie Zeugin ist dieser Abartigkeiten. (unleserlich) ihnen auf die Schliche gekommen ist.

(unleserliche Passage)
Frank Heinz ist nicht der Einzige. es zieht sich hin bis zu diesen Tagen!
Ich selbst bin im übrigen auch betroffen!

Oh Gott im Himmel hilf der Frau! Sie haben sie gefoltert. Informieren sie Amnesty International!

MEIN NAME: Georg Kühn
MEINE ADRESSE: Jaspertstr. 9 F'Furt

Samstag, August 01, 2009

Tanzkurs (L2)

Freitag, Juli 31, 2009

Minimal

Dienstag, Juli 28, 2009

Teer


Wieder auf der Straße angekommen überprüfe ich meine Finanzen und entscheide mich dazu vorerst vor einem double-screen Panorama Roulette Automaten Platz zu nehmen. Ich setze einige Kombinationen, drücke rhythmisch den Auslöser und nehme die Münzen in Empfang.

Angenehm ruhig ist es hier, keine störenden Gäste, nur ich und der glücklicherweise nicht gesprächige Barkeeper. Whisky-sour, danke. Ich beginne aus dem Fenster zu starren. Abgebrochenes Studium, dann endlich die Entgiftung. Lebensbewältigungsratgeber. Fallmanager, Eltern, die sich ihre Enttäuschung partout nicht anmerken lassen wollen. Der aussichtslose Kampf gegen alles und jeden. Menschliches Leben beginnt mit einem (Auf)Begehren und mündet später in einem immer entwürdigenderen Assimilationsprozess.

Vor meinem inneren Auge lasse ich die Alkoholekszesse mit meinen damaligen Weggefährt/innen revué passieren. Eigentlich hatte ich damit schon vor langer Zeit abgeschlossen, doch heute Abend verdichten sich die Filmrisse der letzten fünfzehn Jahre zu einem schweren Klumpen aus Scham, Angst und Panik. Die soeben noch relativ anheimelnde Umgebung verwandelt sich zur Gummizelle mit Klarsichtwand für die Passanten. Auf einem LKW montiert fährt man mich auf die Schulhöfe der Republik und erklärt den Zöglingen meinen Fall anhand von Diavorträgen.

Explusionsartig rinnt mir kalter Schweiß aus allen Poren, ich traue mich nicht mehr mich zu bewegen, wie angewurzelt sitze ich auf dem Barhocker, umschließe Mein Glas mit beiden Händen und warte darauf das dieser Anfall vorübergeht. Muss eine Zigarette rauchen, doch die Angst beim wickeln die Utensilien nicht koordiniert zu bekommen ist zu stark. Scheisse, scheisse, scheisse. Habe ich eigentlich überhaupt noch genug Geld in der Tasche um meine euphorischen Bestellungen zu zahlen? Ich muss hier raus! Nein, geht nicht, kann nicht aufstehen. Erstmal etwas neues bestellen, nicht zulange ins leere Glas starren, wirkt komisch, der Wirt schaut schon rüber.

Um nicht sprechen zu müssen gestikuliere ich mir noch einmal den selben Drink herbei. Bin stolz, und ein wenig entspannter, dabei nicht gescheitert zu sein. Das Getränk steht vor mir, und ich weiss, ich sollte es nich mehr trinken. Doch ab nun begebe ich mich lieber unter die Befehlsgewalt von General Schnaps. Er wird mein Steuermann sein, mich sicher in einen Hafen führen, oder mir zumindest zusehends das Denken austreiben.

Anstelle eines sanften Hinabgleitens in eine entspannte ethanolwelt setzt der Kapitän zur Kehrtwende an, und steuert mich geradewegs auf das Korallenriff des Unterbewußtseins. Mir rutscht das beschlagene Glas aus der Hand, das grelle Klirren zerreisst die teilnahmslose Stille auf die man sich geeinigt hatte. Der Barmann springt mit einem Satz auf, stellt sich vor mich schnappt nach meinem Deckel und meint ich hätte genug. Habe ich auch. Beim Versuch aus der Bar zu rennen schlage ich mir meine rechte Augenbraue am Türrahmen auf, komme ins straucheln schaffe es doch zu fliehen bevor der Glasschubser um den Tresen herumgerannt ist.

Meine Lunge brennt, das Gesicht ist voller Blut, völlig außer Atem stoppe ich in einem Park und wasche mir mein Gesicht an einem Brunnen, schmeiße die Trainingsjacke ins Gebüsch und drücke mit einem Fetzen Toilettenpapier auf die Wunde bis die Blutung langsamer wird. Ich möchte jetzt niemandem begegnen, doch keinesfalls den Abend verloren geben. Mein souveräner Abgang hat in mir die Lust geweckt weiterzumachen. Nach mehrstündigem Umherirren in der Innenstadt, stets auf der Hut vor bekannten Gesichtern, schaffe ich es irgendwie, obwohl ich nur noch denken und nicht mehr sprechen kann in den lichtblitzdurchzuckten Mutterleib. Meine Paranoia schlägt sofort mit dem betreten dieses Raumes in ein Stockholmsyndrom um. Auch wenn ich euch auf den Tod nicht ausstehen kann werden wir jetzt hier alle miteinander eine riesige Party Feiern.

Schwarz angezogene Männer beginnen mich zur Tür zu zerren, den Grund kenne ich nicht. Jetzt blute ich auch aus der Nase, schlage brutal mit dem Gesicht auf den Asphalt nur um mich Sekundenbruchteile später bis zum Hals eingegraben auf einem Parkplatz wieder zu finden. Alle sind sie da. Jeder den ich jemals kannte, mochte oder hasste, sogar die Familie gibt sich die Ehre. Der erste Kieselstein trifft mich an die Stirn. Da mein Sprachzentrum immer noch in Ethanol eingelegt ist verwerfe ich die Idee einer Diskussion und wünsche mir eine Zigarette. Zögerlich prasseln weitere Klumpen auf meinen ohnehin schon deformiertes Gesicht ein, instinktiv versuche ich das Kinn auf die Brust zu legen und die eingegrabenen Arme hochzureißen. Es kracht dumpf auf meinem Hinterkopf und die Brühe aus der ich bestand läuft in einem klumpigen hellrosa Rinnsal über den von der Sonne weich gewordenen Teer.